FAQ: Schulabschlüsse

Welche Schulabschlüsse kann man an der NETZWERK-SCHULE machen?

Solange die Schule noch nicht anerkannt ist, können sich Schüler an der NETZWERK-SCHULE auf den Realschulabschluss und den Mittleren Schulabschluss vorbereiten, der dann extern vergeben wird (Nichtschüler-Prüfung).

Können Schüler der NETZWERK-SCHULE Abitur machen?

Ersteinmal wird die NETZWERK-SCHULE nur die Klassenstufen 1 bis 10 umfassen. Wir werden interessierte Schüler dabei unterstützen, den Übergang an Schulen zu meistern, die Abitur vergeben können (Sekundarstufe 2). Ob auch die Vorbereitung auf die externe Nichtschüler-Abitur-Prüfung an der NETZWERK-SCHULE möglich sein wird, steht noch nicht fest.

Finden sich die Schüler einer Demokratischen Schule später in der Gesellschaft zurecht?

Erfahrungen anderer Demokratischer Schulen zeigen, dass Absolventen demokratischer Schulen sogar besser mit den Anforderungen einer pluralistischen Gesellschaft zurechtkommen, als Absolventen traditioneller Schulen. Das wird darauf zurückgeführt, daß sie bereits in der Schulzeit unter demokratischen Bedingungen gelernt haben, Verantwortung für ihr Handeln und für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Außerdem gelingt es Schülern Demokratischer Schulen nach aller Erfahrung besser und schneller, sich Fachwissen anzueignen, wenn sie sich dazu entschieden haben. Diese Eigenschaft kommt ihnen ein Leben lang zu Gute.

Werden Schüler ausreichend auf die Leistungsgesellschaft vorbereitet?

Die NETZWERK-SCHULE bereitet ihre Schüler auf die Leistungsgesellschaft vor, indem sie ihnen viel Freiraum lässt, ihren Leidenschaften nachzugehen. Wenn Schüler dazu genötigt werden, Dinge zu tun, die sie nicht tun möchten, werden sie nicht auf eine Leistungsgesellschaft vorbereitet. Vielmehr schöpft dies nicht nur ihr Leistungsvermögen nicht aus, sondern beinträchtigt zusätzlich die Leistungsbereitschaft.

Leistungsbereitschaft ist eng an die Übernahme von Verantwortung gekoppelt. Verantwortungsübernahme ergibt sich aus den Grundprinzipien der Selbst- und der Mitbestimmung, die die NETZWERK-SCHULE charakterisieren.

Häufig fordern sich Schüler an Demokratischen Schulen mehr heraus und streben höhere Leistungen an, als dies in herkömmlichen Schulen durch den Lehrplan erwartet wird. Sie gehen an ihre individuellen Leistungsgrenzen.

Wenn ich die Schule wechseln muß, wie funktioniert der Übergang in eine andere Schule?

Die Erfahrungen anderer Demokratischer Schulen weltweit zeigen, dass Schüler relativ wenig Probleme beim Übergang in eine andere Schule haben. Sie müssen sich natürlich an die neuen, meist weniger freien Strukturen gewöhnen und manchmal Stoff nacharbeiten. Das scheint ihnen gut zu gelingen, weil sie sich in der Zeit an einer Demokratischen Schule Selbstbewusstsein und Selbständigkeit angeeignet haben.

Wie andere Schulen in Freier Trägerschaft, an denen der Unterricht nicht im gleichen Rhythmus wie an staatlichen Schulen erfolgt, werden wir Schüler rechtzeitig auf diesen Übergang vorbereiten.

Wie werden Lernschwierigkeiten von Schülern erkannt – und welche Gegenmaßnahmen werden ergriffen?

Allen Schülern der NETZWERK-SCHULE steht ein erwachsener Mentor zur Seite. Mit diesem Mentor wird regelmäßig ein vertrauensvoller Ausstausch stattfinden, bei dem alle wichtigen Fragen der persönlichen Entwicklung besprochen werden.

Sollte sich herausstellen, dass ein Schüler erhöhten Zuwendungsbedarf hat (ähnlich wie Kinder mit Behinderungen), werden Fördermaßnahmen in Angriff genommen, die die aufgetretenen Probleme kompensieren können. Hierzu können besondere, persönliche Beratungsstunden gemeinsam mit einem Lehrer gehören oder es werden externe Hilfen/Helfer einbezogen oder besonders geeignete Lernmaterialien angeschafft.

Beteiligt sich die NETZWERK-SCHULE an PISA (Programm for International Students Assessment)?

Im Rahmen des PISA-Verfahrens werden Schulen nach einem Zufallsverfahren ausgewählt. Auch die im zweiten Schritt getroffene Auswahl von Schülerinnen und Schülern innerhalb der Schulen erfolgt per Zufall. Deshalb können wir nicht sagen, ob wir beteiligt werden.

Ob sich die Schüler an anderen zentral organisierten Vergleichsarbeiten beteiligen, hängt von den Bedingungen ab. Wenn keine Pflicht besteht, werden die Schüler selbst entscheiden, ob sie teilnehmen bzw. sich dem Test stellen.