FAQ: Zeit

Führt die NETZWERK-SCHULE Klassenfahrten und Exkursionen durch?

Ja, es wird Exkursionen und Schulfahrten im größeren und kleineren Stil geben. Da die Schule nicht in herkömmliche Schulklassen eingeteilt ist, erfordern größere Unternehmungen entsprechend umfangreiche Planungen, Koordinierungen und Vorbereitungen. Diese werden im Wesentlichen von den Schülern durchgeführt. In manchen Demokratischen Schulen existieren gesonderte Komitees und Arbeitsgemeinschaften für diese Aufgabe.

Die meisten Demokratischen Schulen organisieren spezielle Kulturveranstaltungen (Feste, Theateraufführungen, Konzerte), die ähnlich wie große Schulfahrten den Jahresverlauf in der Schule strukturieren. Derartige Vorhaben werden von den Mitarbeitern ebenso wie Exkursionen und Ausflüge intensiv unterstützt.

Gibt es Mittagessen?

An der Schule werden wir ein Mittagessenangebot haben, die genaue Ausgestaltung muß noch festgelegt werden.

Wie sieht der Stundenplan aus? Gibt es Freiarbeitszeiten?

Die Stundenpläne der Schüler sehen anders aus, als man das von herkömmlichen Schulen kennt, weil die Schüler in wechselnden Zusammensetzungen, fächerübergreifend und altersgemischt lernen. Der Wochenstundenplan ist geprägt vom Raster des typischen Tages – womit die einzelnen aktiven Lern- und Lehrzeiten von den Schülern gefüllt werden, läßt sich allgemein nicht sagen.

Es wird ein Angebot an Kursen geben, welches sich an den Bedürfnissen der Schüler orientiert. Der Besuch der Kurse ist freiwillig. Der genaue Kurs-Stundenplan ist von den Interessen der Schüler, den Zeitfonds der Mitarbeiter und den verfügbaren Räumen und Materialien abhängig. Theoretisch hat jeder Schüler einen anderen Stundenplan – ähnlich wie Studenten an der Universität. Dennoch werden viele Schüler letztendlich ähnliche Stundenpläne haben, da die Vielfalt der gleichzeitig angebotenen Kurse und Projekte natürlich nicht unendlich groß ist. Die Ressourcen an Mitarbeitern, Räumen und Material sind beschränkt.

Neben den Kursen ist so genannte Freiarbeitszeit ein konstitutives Element von Demokratischen Schulen. Phasenweise, je nach ihrem individuellen Plan, können die Schüler Zeiträume einrichten, in denen sie ganz allein an bestimmten Dingen arbeiten, z.B. am Instrument üben oder lesen. Sie müssen nicht den ganzen Tag gemeinsam mit anderen Schülern in Kursen und Projekten zusammenarbeiten.

Die Koordination dieser Termine stellt eine eigenständige Aufgabe dar, die für einige Schüler eine Herausforderung sein kann. Aber die Erfahrung aus anderen Demokratischen Schulen lehrt, dass damit gravierende Probleme nicht verbunden sind.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?

Die Tage an der NETZWERK-SCHULE unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht voneinander, so dass ein typischer, durchschnittlicher Tagesablauf kaum anzugeben ist. Die große Variabilität ist bedingt durch den Ansatz des selbstbestimmten, teils informellen Lernens, das Altersspektrum der Schüler, die Altersmischung, das fächerübergreifende Lernen in teils langfristigen Projekten, die Öffnung der Schule in die Umgebung (Praxisorte, Exkursionen) und den Charakter der offenen Ganztagsschule mit uneinheitlichen Anwesenheitszeiten.

Dennoch lassen sich bestimmte Fixpunkte benennen: Zwischen 8:00 und 10:00 treffen die Schüler ein – sie melden sich im Büro/Eingangsbereich an, damit jederzeit die Übersicht über die anwesenden Schüler gegeben ist. Da Praktika und Exkursionen zum Schulleben gehören, ist es nicht selbstverständlich, daß alle Schüler an allen Tagen anwesend sind.

Die Zeit von 09:00 bis 10:00 Uhr steht für die Verhandlungen des (nach Bedarf tagenden) Rechtskomitees zur Verfügung. Die daran nicht beteiligten Schüler nutzen diese Zeit für Kontakte zu ihren Mentoren und für Planungen und Absprachen.

Zwischen 10:00 und 13:00 Uhr beschäftigen sich die Schüler individuell ensprechend ihrer Interessen, arbeiten an von ihnen ausgewählten Projekten mit oder besuchen Kurse. Diese Zeit wird je nach Art der Beschäftigung, der Größe der Gruppe und den Bedürfnissen der Beteiligten von diesen selbst zeitlich strukturiert, also z.B. mit Pausen versehen.

In der Zeit von 13:00 bis 14:00 gibt es Mittagessen, es ist Zeit für allgemeine Absprachen und Austausch zwischen verschiedenen Gruppen. In dieser Zeit sollen alle Projekte möglichst Pause machen, um diese Kommunikation zu ermöglichen.

Die Nachmittagszeit von 14:00 bis 16:00 ähnelt der Projekt- bzw. Kurszeit am Vormittag. Um ein flexibles Nach-Hause-Gehen je nach familiären Bedingungen zu ermöglichen, wird es bis 17:00 eine verlässliche Betreuung durch (Hort-)Mitarbeiter geben. Alle Schüler melden sich beim Verlassen der Schule wieder ab.

Wann ist die NETZWERK-SCHULE geöffnet? Wie lange werden die Kinder täglich betreut?

Die Schule wird als offene Ganztagsschule mit Hortbetrieb für die jüngeren Kinder von 08:00 bis 17:00 Uhr geöffnet haben.

An der NETZWERK-SCHULE haben die Schüler die Pflicht, täglich mindestens 5 Zeit-Stunden anwesend zu sein. Damit erfüllt die NETZWERK-SCHULE die in Berlin geltenden Schulpflicht-Anforderungen.